In Kürze
Kündigungsfristen bestimmen den Zeitraum zwischen Zugang der Kündigung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sie gelten für ordentliche Kündigungen beider Vertragsparteien und strukturieren den Beendigungszeitpunkt verbindlich.
Definition
Kündigungsfristen ist ein arbeitsrechtlicher Begriff. Sie bezeichnen festgelegte Zeiträume zwischen dem Zugang einer ordentlichen Kündigung und dem rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses.
Die Fristen legen verbindlich fest, zu welchem Zeitpunkt das Arbeitsverhältnis nach Ausspruch der Kündigung endet. Sie liegen vor, wenn eine zeitliche Mindestspanne zwischen Kündigungserklärung und Beendigungsdatum bestimmt ist.
Die Fristen richten sich nach gesetzlichen Vorgaben, tarifvertraglichen Regelungen oder einzelvertraglichen Festlegungen. Gesetzliche Kündigungsfristen ergeben sich aus:
- § 622 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Diese gelten als Mindeststandard. Abweichungen sind zulässig, soweit sie tarifvertraglich vorgesehen oder einzelvertraglich rechtlich erlaubt sind.
Die Länge der Kündigungsfristen kann von der Dauer der Betriebszugehörigkeit oder besonderen arbeitsrechtlichen Konstellationen abhängen. Für Kündigungen durch den Arbeitgeber verlängern sich die Fristen regelmäßig mit zunehmender Beschäftigungsdauer.
Für Kündigungen durch Arbeitnehmer dürfen keine längeren Fristen gelten als für arbeitgeberseitige Kündigungen. Kündigungsfristen begründen keinen eigenständigen Anspruch auf Fortsetzung oder Verlängerung des Arbeitsverhältnisses.
Abzugrenzen sind Kündigungsfristen von:
- fristlosen Kündigungen
Bei fristlosen Kündigungen endet das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist.
Kündigungsfristen haben praktische Bedeutung für die rechtssichere Planung des Beendigungszeitpunkts von Arbeitsverhältnissen.