In Kürze
Personal- und Organisationsentwicklung beschreibt, wie Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt fördern und gleichzeitig die betriebliche Organisation an veränderte Anforderungen anpassen. Beide Bereiche gehören zusammen und sind Teil der übergeordneten Unternehmensplanung.
Definition
Personalentwicklung ist eine personalwirtschaftliche Aufgabe mit zwei Stoßrichtungen: Sie dient den Leistungszielen des Unternehmens und gleichzeitig den Interessen und Bedürfnissen der Beschäftigten. Sie beginnt bereits mit der Einführung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begleitet sie durch die gesamte Betriebszugehörigkeit.
Als Teil der Unternehmensplanung beantwortet Personalentwicklung drei zentrale Fragen: Wann wird Personal benötigt (Personalbedarfsplanung)? Wer ist für welche Aufgabe geeignet (Potenzialplanung)? Und wie werden geeignete Personen gefördert (Entwicklungs- und Beschaffungsplanung)?
Typische Instrumente sind unter anderem:
- Stellenbeschreibungen und Bewertungssysteme
- Mitarbeiterbeurteilungen
- Aus- und Weiterbildungsprogramme
Personalentwicklung steht nicht für sich allein, sondern ist in ein integriertes Gesamtkonzept eingebunden. Sie muss mit anderen betrieblichen Planungsbereichen — etwa Absatz-, Produktions- und Finanzplanung — abgestimmt werden, damit Maßnahmen nicht unkoordiniert nebeneinander stehen.
Damit Unternehmen zukunftsfähig bleiben, brauchen sie Wandlungsbereitschaft. Dazu gehören Individualisierung, Flexibilisierung und die Offenheit, neue Rahmenbedingungen aktiv in die Entwicklungsüberlegungen einzubeziehen. Die Abstimmung zwischen den Bedürfnissen einzelner Beschäftigter und den Zielen der Organisation bleibt dabei eine dauerhafte Aufgabe.