Umsatzkennzahlen

In Kürze

Umsatzkennzahlen zeigen, wie wirtschaftlich und rentabel ein Unternehmen arbeitet. Sie setzen verschiedene Kosten- und Ertragsgrößen ins Verhältnis zum Umsatz.

Definition

Umsatzkennzahlen sind Verhältniszahlen, die bei der Analyse der Unternehmensfinanzen eingesetzt werden. Sie machen sichtbar, wie sich Kosten, Gewinne oder Bestände im Verhältnis zum erzielten Umsatz verhalten. Durch den Vergleich mit früheren Werten lassen sich Entwicklungen und Zusammenhänge erkennen.

Es gibt verschiedene Umsatzkennzahlen, die jeweils einen anderen Aspekt der Unternehmensfinanzen beleuchten:

  • Umsatzrendite: Gibt an, wie viel Gewinn mit einem Euro Umsatz erzielt wurde — zum Beispiel bedeutet eine Umsatzrendite von 5 %, dass je umgesetztem Euro 5 Cent Gewinn entstanden sind.
  • Umsatzstruktur: Zeigt den prozentualen Anteil eines Teilumsatzes (z. B. nach Produkten oder Kundengruppen) am Gesamtumsatz.
  • Materialaufwand in % des Umsatzes: Gibt an, wie materialintensiv ein Unternehmen ist — also wie viel des Umsatzes für Material und bezogene Leistungen aufgewendet wird.
  • Personalaufwand in % des Umsatzes: Umfasst Löhne, Gehälter sowie gesetzliche und freiwillige Sozialleistungen und zeigt, wie personalintensiv ein Unternehmen ist.
  • Abschreibungen auf Sachanlagen in % des Umsatzes: Berücksichtigt ausschließlich Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen — nicht auf Finanzanlagen oder Umlaufvermögen.
  • Zinsaufwand in % des Umsatzes: Enthält alle Zinsen für Verbindlichkeiten wie Darlehen, Kontokorrentkredite und verzinsliche Lieferantenkredite.
  • Jahresüberschuss vor Gewinnsteuern in % des Umsatzes: Stellt den Gewinn vor Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer ins Verhältnis zum Umsatz — besonders aussagekräftig, weil bei Personengesellschaften die Einkommensteuer im privaten Bereich anfällt.
  • Vorräte in % des Umsatzes: Zeigt den Anteil der Lagerbestände (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren) am Umsatz.