Zeitlohn

In Kürze

Beim Zeitlohn richtet sich die Vergütung nach der geleisteten Arbeitszeit – meist als Stundenlohn. Die erbrachte Arbeitsmenge spielt dabei keine Rolle.

Definition

Der Zeitlohn ist eine Lohnform, bei der die Arbeitszeit die Grundlage für die Berechnung des Verdienstes bildet. Typischerweise wird ein fester Stundenlohn vereinbart, der mit der Anzahl der geleisteten Stunden multipliziert wird – das Ergebnis ist der monatliche Verdienst.

Der Zeitlohn orientiert sich an einer durchschnittlichen Normalleistung. Arbeitet ein Arbeitnehmer schneller oder produziert mehr, hat das keinen Einfluss auf seinen Lohn. Damit bietet der Zeitlohn keinen finanziellen Anreiz, die Arbeitsintensität zu steigern. In manchen Fällen kann er jedoch durch Prämien ergänzt werden.

Der Zeitlohn eignet sich besonders in folgenden Situationen:

  • Qualitätsarbeit: wenn Genauigkeit und Präzision wichtiger sind als Schnelligkeit
  • Bereitschaftsdienst: wenn der Arbeitnehmer anwesend sein muss, aber nur bei Bedarf aktiv tätig wird
  • Kein Einfluss auf das Arbeitstempo: wenn der Arbeitnehmer die Arbeitsgeschwindigkeit nicht selbst bestimmen kann
  • Besondere Risiken: wenn technische oder gesundheitliche Gefahren mit der Arbeit verbunden sind
  • Kein Akkordlohn möglich: wenn technische oder wirtschaftliche Gründe gegen eine mengenabhängige Vergütung sprechen

Die geleisteten Stunden werden entweder über Stundenzettel oder elektronische Zeiterfassungssysteme erfasst.