Controlling der eigenen Führung

In Kürze

„Controlling der eigenen Führung" bedeutet, das eigene Führungsverhalten systematisch zu steuern und zu verbessern – ähnlich wie ein Unternehmen seine Abläufe kontrolliert. Es geht nicht ums Nachprüfen, sondern ums bewusste Lenken und Weiterentwickeln.

Definition

Der Begriff Controlling stammt aus dem Englischen und leitet sich von „to control" ab – also steuern oder koordinieren, nicht kontrollieren im Sinne von bloßem Nachprüfen. Übertragen auf die eigene Führungsrolle bedeutet das: Eine Führungskraft beobachtet ihr eigenes Handeln, gleicht es mit ihren Zielen ab und leitet daraus Verbesserungen ab.

Unternehmenscontrolling und Controlling der eigenen Führung ergänzen sich dabei gegenseitig. Während Unternehmenscontrolling vor allem auf Zahlen und Kennzahlen schaut, bezieht das Controlling der eigenen Führung auch persönliche Ziele – sowohl der Führungskraft als auch der Mitarbeitenden – ausdrücklich mit ein.

Methodisch folgt dieser Ansatz einem 5-Phasen-Modell:

  • Probleme entdecken und auswählen
  • Handlungsziele formulieren
  • Lösungen entwickeln
  • Lösungen bewerten und Entscheidungen treffen
  • Lösung umsetzen und Ergebnisse überprüfen

Kern dieses Modells ist der Soll-Ist-Vergleich: Wie läuft es gerade? Wie sollte es laufen? Was lässt sich verbessern?

Für die persönliche Führungsstrategie empfiehlt sich außerdem ein wirksames Selbstmanagement. Ausgangspunkt ist eine klare Zukunftsvision, der eine ehrliche Analyse der aktuellen Lage gegenübergestellt wird. Daraus lassen sich strategische Programme und konkrete Maßnahmen ableiten – die bei Bedarf angepasst werden.

Controlling der eigenen Führung ist kein starres Patentrezept, sondern eine flexible Grundlage, um das eigene Vorgehen als Führungskraft bewusster und systematischer zu gestalten.