Debitorenkennzahlen

In Kürze

Debitorenkennzahlen helfen Unternehmen, schnell einzuschätzen, wie gut offene Forderungen gegenüber Kunden eingezogen werden. Sie zeigen, ob Kunden pünktlich zahlen und ob das Risiko von Zahlungsausfällen steigt.

Definition

Als Debitoren bezeichnet man Kunden, die dem Unternehmen noch Geld schulden – also offene Rechnungen haben. Debitorenkennzahlen sind Messwerte, mit denen ein Unternehmen die Situation dieser offenen Forderungen regelmäßig beobachtet und bewertet.

Eine der wichtigsten Kennzahlen ist die Debitorenumschlagshäufigkeit. Sie zeigt, wie oft die offenen Forderungen innerhalb eines Zeitraums durch den Umsatz „abgedeckt" werden. Je höher dieser Wert, desto schneller zahlen die Kunden ihre Rechnungen.

Eng damit verbunden ist das durchschnittliche Zahlungsziel. Es gibt an, wie viele Monate ein Unternehmen im Schnitt auf die Bezahlung seiner Rechnungen warten muss. Steigt dieser Wert, verschlechtert sich die Zahlungsmoral der Kunden.

Für eine genauere Auswertung werden bei diesen Kennzahlen sogenannte gleitende Mittelwerte verwendet: Die Werte aus drei aufeinanderfolgenden Monaten werden addiert und gemittelt. So werden kurzfristige Schwankungen ausgeglichen.

Darüber hinaus gibt es Kennzahlen zu Wagnisverlusten. Sie messen den Anteil uneinbringlicher oder zweifelhafter Forderungen am Gesamtumsatz. Steigt dieser Wert, ist mit höheren Zahlungsausfällen zu rechnen.

Wichtig: Verschlechtert sich auch nur eine dieser Kennzahlen oder liegt sie über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen, sollte das Unternehmen frühzeitig gegensteuern. Die Kennzahlen können sowohl für alle Kunden zusammen als auch für einzelne Kunden berechnet werden.