In Kürze
Incentives sind betriebliche Anreize, mit denen Arbeitgeber besondere Leistungen ihrer Mitarbeiter anerkennen und belohnen. Sie sollen motivieren, Ziele zu erreichen und überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen.
Definition
Das englische Wort Incentive bedeutet schlicht „Anreiz". Im Arbeitsalltag versteht man darunter alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen seine Mitarbeiter zu besonderen Leistungen anspornt. Dazu zählen sowohl finanzielle Vorteile als auch nicht-materielle Auszeichnungen.
In der modernen Praxis hat sich der Begriff auf nicht-materielle Leistungsanreize verengt. Gemeint sind Auszeichnungen für herausragende Leistungen, die einen hohen ideellen oder symbolischen Wert haben — zum Beispiel Erlebnisreisen, Wochenendaufenthalte oder Statussymbole wie Pokale und Urkunden.
Incentives werden nach der sogenannten Anreiz-Beitragstheorie eingesetzt: Nur durch gezielte Anreize lassen sich bestimmte Leistungsziele bei Mitarbeitern dauerhaft erreichen. Dabei unterscheidet man zwischen monetären Anreizen (Geld, Gutscheine, Sachprämien) und nichtmonetären Anreizen (Beförderung, Karrierechancen, Statussymbole).
Typische Einsatzbereiche sind der Vertrieb und Außendienst, aber auch Bereiche wie Qualitätssicherung, Kostensenkung oder das betriebliche Vorschlagswesen. Wichtig ist, dass die Prämien attraktiv und für alle Teilnehmer erreichbar bleiben — sonst verlieren sie ihren Motivationswert.
Damit eine Incentive-Aktion wirkt, sollten folgende Grundsätze beachtet werden:
- Einfaches Bewertungssystem — für alle Teilnehmer leicht nachvollziehbar
- Erreichbare, aber anspruchsvolle Ziele — weder zu leicht noch unrealistisch
- Gleiche Gewinnchancen — alle Teilnehmer starten unter vergleichbaren Bedingungen