Istkosten

In Kürze

Istkosten sind die Kosten, die in einem Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich entstanden sind und deren genaue Höhe bekannt ist. Sie blicken immer in die Vergangenheit.

Definition

Als Istkosten bezeichnet man alle Kosten, die während einer abgelaufenen Periode — zum Beispiel einem Quartal oder einem Geschäftsjahr — auf einer Kostenstelle oder für einen Kostenträger tatsächlich angefallen sind. Da diese Kosten bereits entstanden sind, lassen sie sich genau erfassen und belegen.

Istkosten werden aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens zusammengeführt, etwa aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, der Materialbuchhaltung oder der Anlagenbuchhaltung. Sie fließen dann in die Kostenrechnung ein.

Bei Kosten mit einem klaren Mengen- oder Zeitgerüst — wie Material- oder Lohnkosten — ergibt sich der Istkostenbetrag aus der tatsächlich verbrauchten Menge multipliziert mit dem tatsächlichen Einkaufspreis. Bei Kosten ohne Mengengerüst, wie Steuern, Beiträgen oder Versicherungsprämien, werden die erfassten Belegbeträge direkt als Istkosten angesetzt.

Istkosten lassen sich den Plankosten gegenüberstellen. Aus dem Vergleich beider Größen ergibt sich eine Abweichung, die zeigt, ob die tatsächlichen Kosten höher oder niedriger als geplant ausgefallen sind. Diese Analyse hilft Unternehmen, Kostentreiber zu erkennen und künftige Planungen zu verbessern.

  • Istkostenrechnung: Eine Form der Kostenrechnung, bei der die tatsächlich angefallenen Kosten einer Abrechnungsperiode ohne Korrekturen auf die produzierten und verkauften Leistungen verrechnet werden.
  • Abgrenzung: Istkosten unterscheiden sich von Normalkosten (Durchschnittswerte) und Plankosten (zukunftsorientierte Schätzwerte) dadurch, dass sie auf realen, bereits eingetretenen Verbrauchsmengen und Preisen beruhen.