Konfliktmanagement

Konfliktmanagement bezeichnet den strukturierten, gezielten Umgang mit betrieblichen Konflikten zwischen Beschäftigten oder Organisationseinheiten. Ziel ist es, Auseinandersetzungen zu erkennen, zu analysieren und konstruktiv zu lösen – ohne zwingend gerichtliche Verfahren einzubeziehen.

In Kürze

Konfliktmanagement bezeichnet den strukturierten, gezielten Umgang mit betrieblichen Konflikten zwischen Beschäftigten oder Organisationseinheiten. Ziel ist es, Auseinandersetzungen zu erkennen, zu analysieren und konstruktiv zu lösen – ohne zwingend gerichtliche Verfahren einzubeziehen.

Definition

Konfliktmanagement ist ein Instrument zur systematischen Steuerung, Bearbeitung und Prävention von Konflikten im betrieblichen Kontext. Erfasst werden sachliche, zwischenmenschliche oder strukturelle Auseinandersetzungen zwischen Beschäftigten, Führungskräften oder Organisationseinheiten.

Voraussetzung ist, dass Konflikte als arbeitsbezogene Störungen mit Auswirkungen auf die Zusammenarbeit eingeordnet sind. Die Anwendung erfolgt durch festgelegte Verfahren, Rollen oder Prozesse innerhalb der betrieblichen Organisation – informell oder formalisiert.

Fachleute unterscheiden beim Konfliktverlauf fünf typische Phasen: Zunächst werden Konfliktsymptome wahrgenommen, dann folgt eine Analyse der Situation, und schließlich entscheiden die Einstellungen der Beteiligten darüber, wie der Konflikt verläuft und endet. Bei diesen Einstellungen lassen sich vier Grundtypen unterscheiden:

  • Individualistisch: Der eigene Vorteil steht im Vordergrund.
  • Sozial: Fairness und Gerechtigkeit sind leitend.
  • Kooperativ: Die Bedürfnisse aller Seiten werden berücksichtigt, Ausgleich wird angestrebt.
  • Kompetitiv: Es geht darum, den eigenen Gewinn gegenüber anderen zu maximieren.

Beim konstruktiven Konfliktmanagement wird zwischen zwei Ansätzen unterschieden: Zum einen können unnötige Konflikte von vornherein vermieden werden, etwa durch klare Absprachen und Koordination. Zum anderen lassen sich unvermeidliche Konflikte konstruktiv beeinflusst werden, indem man gezielt in die einzelnen Phasen eingreift – durch interne oder externe Methoden zur Deeskalation, Vermittlung oder strukturellen Klärung.

Gute Lösungen müssen zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssen inhaltlich hochwertig sein und von allen Beteiligten akzeptiert werden. Wichtig ist außerdem, dass während der Lösungssuche keine neuen Beziehungsprobleme entstehen oder bestehende sich verschärfen.

Konfliktmanagement ist funktionsbezogen und unabhängig von individuellen Schuldzuweisungen angelegt. Es begründet keine Verpflichtung zur Durchführung bestimmter Konfliktlösungsverfahren und ist klar abzugrenzen von arbeitsgerichtlichen Streitverfahren. In der Praxis dient es der Sicherung betrieblicher Zusammenarbeit, Arbeitsfähigkeit und organisatorischer Stabilität.

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