Konfliktmanagement

In Kürze

Konfliktmanagement beschreibt den gezielten Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz. Ziel ist es, Auseinandersetzungen zu erkennen, zu analysieren und konstruktiv zu lösen.

Definition

Konflikte am Arbeitsplatz verlaufen selten zufällig. Fachleute unterscheiden dabei fünf typische Phasen: Zunächst werden Konfliktsymptome wahrgenommen. Dann folgt eine Analyse der Situation. Schließlich entscheiden die Einstellungen der Beteiligten darüber, wie der Konflikt verläuft und endet.

Bei den Einstellungen lassen sich vier Grundtypen unterscheiden:

  • Individualistisch: Der eigene Vorteil steht im Vordergrund.
  • Sozial: Fairness und Gerechtigkeit sind leitend.
  • Kooperativ: Die Bedürfnisse aller Seiten werden berücksichtigt, Ausgleich wird angestrebt.
  • Kompetitiv: Es geht darum, den eigenen Gewinn gegenüber anderen zu maximieren.

Beim konstruktiven Konfliktmanagement wird zwischen zwei Ansätzen unterschieden: Zum einen können unnötige Konflikte von vornherein vermieden werden, etwa durch klare Absprachen und Koordination. Zum anderen lassen sich unvermeidliche Konflikte konstruktiv beeinflussen, indem man gezielt in die fünf Phasen eingreift.

Gute Lösungen müssen dabei zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssen inhaltlich hochwertig sein und von allen Beteiligten akzeptiert werden. Wichtig ist außerdem, dass während der Lösungssuche keine neuen Beziehungsprobleme entstehen oder bestehende sich verschärfen.