In Kürze
Kuppelproduktion bezeichnet Fertigungsverfahren, bei denen technisch bedingt Haupt- und Nebenprodukte gleichzeitig entstehen. Sie ist für Kostenrechnung und Produktionsplanung in vielen Industriebereichen relevant.
Definition
Kuppelproduktion ist ein arbeitsrechtlicher Begriff für Fertigungsverfahren mit zwangsläufig gleichzeitig entstehenden, verschiedenartigen Erzeugnissen.
Der Produktionsprozess erzeugt aus denselben Einsatzfaktoren mehrere Produkte, ohne getrennte Herstellungsentscheidungen zu ermöglichen.
Ein solches Verfahren liegt vor, wenn Menge und Art der Produkte technisch oder naturbedingt gekoppelt sind.
Die Entstehung der Kuppelprodukte erfolgt zwangsläufig innerhalb eines einheitlichen Produktionsablaufs unter Einsatz identischer Rohstoffe.
Kuppelproduktion kennzeichnet sich dadurch, dass Haupt- und Nebenprodukte nicht unabhängig voneinander hergestellt werden können.
Eine spezielle gesetzliche Rechtsgrundlage ist für die Einordnung im betrieblichen Kontext nicht erforderlich.
Kuppelproduktion begründet keinen Anspruch auf bestimmte Kostenverteilungen oder Verwertungserlöse im Unternehmen allein.
Abzugrenzen ist Kuppelproduktion von:
- Mehrproduktfertigung mit frei steuerbarer Produktmengenrelation im Produktionsprozess
In der Praxis beeinflusst dieses Verfahren Kalkulation, Planung und wirtschaftliche Bewertung industrieller Produktionsprozesse.