Kennzahlen

In Kürze

Kennzahlen (auch: betriebliche Kennziffern) setzen verschiedene Unternehmensgrößen in ein sinnvolles Verhältnis zueinander. Sie dienen dazu, den Stand eines Unternehmens zu beschreiben und es gezielt zu steuern.

Definition

Betriebliche Kennzahlen verdichten Informationen aus dem Unternehmen auf eine übersichtliche Zahl oder einen Prozentwert. Dadurch lassen sich Entwicklungen schnell erkennen und Entscheidungen besser begründen.

Je nach Aufgabe unterscheidet man vier Grundtypen:

  • Gliederungszahlen: zeigen den Anteil einer Teilgröße an einer Gesamtgröße (z. B. Personalkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten).
  • Beziehungszahlen: stellen zwei verschiedenartige Größen gegenüber (z. B. Umsatz je Beschäftigtem).
  • Messzahlen: vergleichen gleichartige Größen miteinander (z. B. Umsatz zweier aufeinanderfolgender Jahre).
  • Indexzahlen: bilden den zeitlichen Verlauf gleichartiger Größen ab.

Besonders aussagekräftig sind Kennzahlen zu Leistung, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Liquidität. Typische Beispiele aus der Praxis sind Liquiditätskennzahlen, Kostenkennzahlen im Verhältnis zum Umsatz oder Umsatzkennzahlen je Kunde.

Kennzahlen gewinnen noch mehr an Aussagekraft, wenn man sie über die Zeit vergleicht. Dabei unterscheidet man drei Vergleichsarten:

  • Innerbetrieblicher Vergleich: nutzt eigene, aktuelle Daten und ermöglicht die tiefsten Einblicke.
  • Zwischenbetrieblicher Vergleich: stellt das eigene Unternehmen Branchenkennzahlen gegenüber — setzt aber eine einheitliche Datenerhebung voraus.
  • Externer Vergleich: stützt sich auf öffentlich zugängliche Informationen, etwa Geschäftsberichte anderer Unternehmen.