Pädag. Personalentwicklung - Programmumsetzung

In Kürze

Pädagogische Programmumsetzung beschreibt, wie betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen so gestaltet werden, dass sie die Teilnehmenden weder über- noch unterfordern und verschiedene Lerntypen ansprechen.

Definition

Das Grundprinzip lautet: Lernende werden dort abgeholt, wo sie gerade stehen. Das bedeutet, dass Kenntnisse, Fähigkeiten, Verhalten und Einstellungen der Teilnehmenden als Ausgangspunkt dienen.

Da Menschen unterschiedlich lernen, sollten verschiedene Lerntypen berücksichtigt werden. Lernen kann durch Hören, Sehen, Lesen, praktisches Nachvollziehen, Wiederholen, Übertragen auf neue Situationen oder eigenes Entwickeln von Lösungen stattfinden.

Dazu gibt es viele Vermittlungsformen, zum Beispiel:

  • Vorträge und Diskussionen
  • Praktische Übungen und Rollenspiele
  • Gruppenarbeit und Qualitätszirkel
  • Job-Rotation oder zeitweilige Versetzung
  • Selbstlernprogramme und programmierte Unterweisungen

Die Auswahl der richtigen Methode liegt in der pädagogischen Verantwortung der Lehrenden. Dabei müssen die Bedürfnisse der Teilnehmenden, die Anforderungen der Lerninhalte und die eigene Kompetenz der Kursleitung aufeinander abgestimmt werden.

Kursleiterinnen und Kursleiter übernehmen dabei unterschiedliche Rollen – etwa als Trainer, Lernhelfer oder Partner – und sollten ihre Programme regelmäßig hinterfragen und weiterentwickeln.