In Kürze
Unternehmenswachstum bezeichnet die kontinuierliche Zunahme von Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl im Laufe der Unternehmensgeschichte. Es kann intern entstehen oder durch Fusionen und Zukäufe von außen.
Definition
Unternehmenswachstum bedeutet, dass ein Unternehmen im Zeitverlauf größer wird — gemessen etwa an Umsatz, Gewinn, Bilanzsumme oder Mitarbeiterzahl. Diese drei Größen wachsen dabei nicht immer gleichzeitig: Steigende Umsätze können zum Beispiel zunächst auf Kosten der Gewinne gehen.
Grundsätzlich ist Wachstum positiv. Allerdings birgt zu schnelles Wachstum Risiken: Höhere Investitionen, steigende Kosten und neue Schulden können das Unternehmen gefährden, wenn die erwartete Auslastung ausbleibt. Ein stetiges, aber maßvolles Wachstum gilt daher als stabiler — verbunden mit dem Aufbau von Rücklagen für schwierigere Zeiten.
Der Wirtschaftswissenschaftler Larry E. Greiner beschreibt fünf typische Wachstumsphasen eines Unternehmens:
- Kreativitätsphase: Gründungszeit mit innovativen Ideen und unternehmerisch geprägten Persönlichkeiten.
- Steuerungsphase: Aufbau erster Strukturen, formale Kommunikation und Hierarchien entstehen.
- Delegationsphase: Einzelne Unternehmensbereiche handeln zunehmend selbstständig, sogenannte Profit Center bilden sich.
- Koordinationsphase: Reorganisation und Zusammenführung ausgelagerter Aufgaben, die zentrale Leitung gewinnt wieder an Bedeutung.
- Kooperationsphase: Einführung einer Matrixorganisation und enge Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Lieferanten und Kunden.
Für ein gesundes Wachstum sind unter anderem entscheidend: die Konzentration auf ertragsstarke Geschäftsbereiche, die Anpassung an Marktveränderungen, effiziente Prozesse sowie eine Unternehmenskultur, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und einbindet.