In Kürze
Variable Kosten sind Kosten, die sich je nach Auslastung oder Beschäftigung eines Unternehmens verändern. Im Gegensatz zu Fixkosten steigen oder sinken sie mit der erbrachten Leistung.
Definition
Variable Kosten werden auch als beschäftigungsabhängige, leistungsabhängige oder umsatzabhängige Kosten bezeichnet. Ihre Höhe hängt davon ab, wie viel ein Unternehmen produziert oder leistet — je mehr produziert wird, desto höher fallen diese Kosten in der Regel aus.
Typische Beispiele für variable Kosten sind Materialkosten und Fertigungslöhne (z. B. Akkordlöhne), die direkt mit der produzierten Menge zusammenhängen.
Je nach ihrem Verlauf unterscheidet man vier Arten variabler Kosten:
- Proportionale Kosten: Kosten und Beschäftigung steigen im gleichen Verhältnis; die Kosten pro Stück bleiben gleich.
- Progressive Kosten: Kosten steigen stärker als die Beschäftigung, z. B. durch Überstundenzuschläge.
- Degressive Kosten: Kosten steigen langsamer als die Beschäftigung, z. B. durch Mengenrabatte bei hohen Abnahmemengen.
- Regressive Kosten: Kosten sinken bei steigender Beschäftigung, z. B. Heizkosten in einem Veranstaltungsraum bei wachsender Besucherzahl.
In der betrieblichen Praxis wird meist vereinfachend von einem proportionalen Kostenverlauf ausgegangen. Ob eine Kostenart als variabel oder fix gilt, hängt von der jeweiligen Entscheidungssituation und dem betrachteten Zeitraum ab. Langfristig können grundsätzlich alle Kosten eines Unternehmens als variabel betrachtet werden.