In Kürze
Wertschätzung bedeutet, eine andere Person positiv zu bewerten und ihr mit Achtung, Respekt und Anerkennung zu begegnen. Am Arbeitsplatz ist sie ein wichtiger Baustein für ein gutes Miteinander und eine motivierende Führungskultur.
Definition
Wertschätzung bezeichnet die positive innere Haltung gegenüber einer anderen Person — unabhängig von einzelnen Leistungen oder Taten. Sie zeigt sich im Alltag durch Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und echtes Interesse am Gegenüber, aber auch durch Gestik, Mimik und Körpersprache.
Das Gegenteil von Wertschätzung ist die Geringschätzung. In ihrer stärksten Form entwickelt sie sich zur Verachtung. Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl bringen anderen häufiger Wertschätzung entgegen — und erfahren sie umgekehrt auch öfter selbst.
Lob ist eine mögliche Form der Wertschätzung. Wichtig dabei: Lob sollte ehrlich und nicht mit Kritik oder einer Bitte verknüpft sein. Verbindungen wie „Das haben Sie gut gemacht, aber …" schwächen die Wirkung des Lobs deutlich ab. Besser ist es, Lob und andere Aussagen klar zu trennen oder mit dem Wort „und" zu verbinden, das beiden Aussagen gleiches Gewicht gibt.
Im Arbeitsumfeld hängt Wertschätzung eng mit dem Führungsstil zusammen:
- Partnerschaftlicher Führungsstil: Führung wird mit Wertschätzung verbunden — die Person und Leistung des Mitarbeiters werden anerkannt.
- Autoritärer Führungsstil: Geringschätzung prägt die Führung — das Ergebnis zählt mehr als der Mensch.
- Laissez-faire-Führungsstil: Geringschätzung verbindet sich mit ungeregelter Freiheit — es entsteht Gleichgültigkeit.
- Antiautoritärer Führungsstil: Auf Führung wird weitgehend verzichtet, Mitarbeitern wird maximale Freiheit eingeräumt.
Wertschätzung ist eine der wichtigsten Grundlagen für Motivation. Wer sich anerkannt fühlt, arbeitet engagierter und fühlt sich im Team wohler. Echte, aufrichtige Wertschätzung — nicht aufgesetzt oder berechnend — schafft die Basis für gute Arbeitsbeziehungen.