Cash-flow

In Kürze

Der Cash-flow zeigt, wie viel Geld ein Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschaftet. Er gilt als wichtiger Maßstab für die finanzielle Gesundheit eines Betriebs.

Definition

Der Cash-flow ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die die Selbstfinanzierungskraft eines Unternehmens misst. Er gibt an, wie viel Geld nach Abzug der laufenden Ausgaben tatsächlich im Unternehmen verbleibt — also der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben in einem bestimmten Zeitraum.

Ein positiver Cash-flow bedeutet, dass das Unternehmen seine laufenden Kosten aus eigenen Mitteln decken kann. Ist der Cash-flow negativ, muss das Unternehmen von außen Geld aufnehmen — zum Beispiel durch Kredite. Die daraus entstehenden Zins- und Tilgungspflichten belasten die Finanzen zusätzlich.

Der Cash-flow liefert oft ein genaueres Bild der Ertragslage als der reine Jahresüberschuss. Der Grund: Beim Jahresüberschuss können Unternehmen durch Abschreibungen, Rückstellungen oder steuerliche Sonderregelungen das Ergebnis beeinflussen. Der Cash-flow korrigiert diese Effekte und zeigt die tatsächliche Finanzkraft.

Wichtig ist, den Cash-flow über mehrere Jahre zu beobachten. Ein einmaliger Wert sagt wenig aus. Steigt er kontinuierlich, ist das ein gutes Zeichen. Sinkt er dauerhaft, sollte das Unternehmen gegensteuern.

Aus dem Cash-flow lassen sich weitere Kennzahlen ableiten, zum Beispiel:

  • Cash-flow in % der Fremdmittel: Sinkt dieser Wert unter 10 %, ist die Rückzahlung von Schulden gefährdet.
  • Dynamischer Verschuldungsgrad: Zeigt, wie viele Jahre das Unternehmen bräuchte, um seine Nettoschulden allein aus dem Cash-flow zu tilgen. Ein guter Wert liegt bei etwa 3,5 Jahren oder weniger.

Als Faustregel gilt: Der Cash-flow sollte mindestens das Dreifache des Kapitaldienstes (also Zinsen und Tilgungen zusammen) betragen. Banken nutzen diese Regel bei der Kreditvergabe.

Zu beachten ist: Der Cash-flow basiert auf vergangenen Daten und erlaubt keine verlässlichen Aussagen über die künftige Entwicklung eines Unternehmens.