In Kürze
Eine Coaching-Bedarfsanalyse hilft Unternehmen festzustellen, wie viel und welche Art von Coaching sinnvoll ist. Sie bildet die Grundlage für eine kosteneffiziente Entscheidung zwischen internem und externem Coaching.
Definition
Bevor ein Unternehmen ein Coaching-Programm einführt, sollte es seinen tatsächlichen Bedarf ermitteln. Dabei geht es um die Frage: Wie viele Führungskräfte oder Mitarbeiter benötigen Unterstützung, und zu welchen Themen?
Ein interner Coach in einer eigenen Stabsstelle kostet jährlich etwa 100.000 bis 150.000 Euro. Das lohnt sich erst ab einem Bedarf von rund 20 bis 30 Einzelcoachings oder 10 bis 15 Gruppencoachings pro Jahr.
Ein externer Coach berechnet pro Stunde zwischen 100 und 300 Euro. Eine Sitzung dauert üblicherweise ein bis zwei Stunden. Für ein halbjähriges Coaching mit 10 Terminen entstehen Gesamtkosten von etwa 2.500 bis 6.000 Euro.
Coachings lassen sich nach ihrer Dauer unterscheiden:
- Kurzfristiges Coaching (bis zu 10 Sitzungen): häufig bei Fragen der Mitarbeiterführung
- Langzeitbegleitung: wenn grundlegende Veränderungen im Verhalten oder in der Kommunikation erreicht werden sollen
Typische Themen einer Coaching-Bedarfsanalyse sind:
- Mitarbeiterführung
- Veränderungsmanagement
- Selbstmanagement
- Konfliktmanagement
- Gesundheit, Stilberatung oder Familienberatung
Neben den Kosten spielt auch die persönliche Passung zwischen Coach und Gecoachtem eine wichtige Rolle. Deshalb empfiehlt es sich, für jede Problemlage mindestens zwei Coaches zur Auswahl bereitzustellen.
Wird kein schriftlicher Vertrag geschlossen, gilt im Streitfall ein gesetzlich anerkannter Nettostundensatz von 115 bis 300 Euro für Coaching-Dienstleistungen.