Controlling

Controlling ist ein betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument, das die Unternehmensleitung mit Informationen versorgt und bei Planung, Überwachung und Steuerung des Unternehmens unterstützt. Es geht dabei nicht nur um Kontrolle, sondern vor allem um Beratung und Entscheidungsunterstützung.

In Kürze

Controlling ist ein betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument, das die Unternehmensleitung mit Informationen versorgt und bei Planung, Überwachung und Steuerung des Unternehmens unterstützt. Es geht dabei nicht nur um Kontrolle, sondern vor allem um Beratung und Entscheidungsunterstützung.

Definition

Das englische Wort „to control" bedeutet „steuern", „regeln" oder „beeinflussen" — nicht einfach nur „kontrollieren". Controlling ist deshalb mehr als eine reine Prüffunktion: Es hilft dabei, Unternehmensziele in konkrete Pläne und Budgets umzusetzen und den Kurs des Unternehmens laufend zu überprüfen.

Im Kern arbeitet Controlling mit drei Schritten: Zunächst wird ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt — also geplante Zahlen mit tatsächlichen Ergebnissen verglichen. Dann folgt eine Abweichungsanalyse, die erklärt, warum Unterschiede entstanden sind. Schließlich werden Korrekturmaßnahmen eingeleitet, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Man unterscheidet zwei Hauptformen:

  • Operatives Controlling — kurzfristig ausgerichtet (bis etwa zwei Jahre), konzentriert sich auf Gewinnerzielung und messbare Kennzahlen.
  • Strategisches Controlling — langfristig ausgerichtet, befasst sich mit der Zukunftssicherung des Unternehmens und berücksichtigt auch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen.

Die Tätigkeit erfolgt unterstützend — ohne eigene Entscheidungs- oder Weisungsbefugnis gegenüber der Unternehmensleitung. Eine gesetzliche Pflicht zur Einführung eines Controllingsystems besteht nicht.

In größeren Unternehmen übernimmt ein spezialisierter Controller oder eine eigene Abteilung diese Aufgaben. In kleineren Betrieben liegt das Controlling oft beim Unternehmer selbst oder bei einer leitenden Fachkraft. Je nach Unternehmensgröße kann Controlling auf einzelne Bereiche spezialisiert sein, etwa als Personal-Controlling, Finanzcontrolling, Marketing-Controlling oder Projekt-Controlling.

Zu den wichtigsten Werkzeugen gehören die Kosten- und Leistungsrechnung, die Deckungsbeitragsrechnung, Kennzahlensysteme sowie die Investitionsrechnung. Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Controlling ist ein aussagekräftiges betriebliches Rechnungswesen.

Abzugrenzen ist Controlling von der reinen Buchführung, die vergangenheitsbezogen Daten dokumentiert, ohne daraus Steuerungsmaßnahmen abzuleiten.

In der Praxis ist Controlling für die Unterrichtung des Wirtschaftsausschusses nach § 106 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) von Bedeutung: Die dort aufbereiteten wirtschaftlichen Informationen bilden häufig die Grundlage für die gesetzlich vorgeschriebene Unterrichtung der Arbeitnehmervertretung.

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