Corporate Social Responsibility (CSR)

In Kürze

Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet den freiwilligen Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung — über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus. Auf Deutsch spricht man auch von unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung oder Sozialverantwortung.

Definition

CSR bedeutet, dass Unternehmen nicht nur Gewinne erwirtschaften und Gesetze einhalten, sondern auch soziale und ökologische Belange freiwillig in ihr Handeln einbeziehen. Die Europäische Kommission beschreibt CSR als ein Konzept, bei dem Unternehmen auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Aspekte in ihre Geschäftstätigkeit und in den Umgang mit allen Betroffenen — sogenannten Stakeholdern — integrieren.

Stakeholder sind alle Personen oder Gruppen, die von der Tätigkeit eines Unternehmens betroffen sind oder auf das Unternehmen Einfluss nehmen — zum Beispiel Arbeitnehmer, Gewerkschaften, Kunden, Lieferanten oder die Öffentlichkeit.

CSR umfasst drei Verantwortungsbereiche:

  • Interner Bereich: wirtschaftliches Handeln, Gesetzestreue und freiwilliger Verzicht auf das Ausnutzen von Ermessensspielräumen zulasten anderer
  • Externer Bereich: verantwortungsvoller Umgang mit allen Stakeholdern, offener Meinungsaustausch und Transparenz
  • Sozialer Bereich (Corporate Citizenship): lokales Engagement wie Spenden, Sponsoring oder die bezahlte Freistellung von Arbeitnehmern für soziale oder ökologische Tätigkeiten

CSR-Aktivitäten dienen nicht nur der Gesellschaft, sondern können einem Unternehmen mittel- und langfristig auch wirtschaftlich nützen — etwa durch ein besseres Ansehen in der Öffentlichkeit. Wichtig ist dabei, dass das tatsächliche Engagement mit dem öffentlich kommunizierten Bild übereinstimmt. Reines PR-Engagement ohne echte Verantwortung wird von der Öffentlichkeit kritisch bewertet.

Seit Ende 2010 gibt es mit der ISO-Norm 26000 einen internationalen Leitfaden, der Organisationen Empfehlungen für gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln gibt.