Debitoren

In Kürze

Debitoren sind Kunden eines Unternehmens, die eine Leistung erhalten haben, aber noch nicht bezahlt haben. Das Unternehmen hat ihnen gegenüber also eine offene Forderung.

Definition

Wenn ein Unternehmen eine Ware liefert oder eine Dienstleistung erbringt und dafür eine Rechnung stellt, entsteht eine Forderung. Der Kunde, der diese Rechnung noch bezahlen muss, wird als Debitor bezeichnet. Man spricht auch von einem Kauf „auf Ziel" – die Zahlung erfolgt also nicht sofort, sondern erst später.

Die Verwaltung dieser offenen Forderungen ist für Unternehmen sehr wichtig. Zahlen Kunden zu spät oder gar nicht, kann das die finanzielle Lage eines Unternehmens ernsthaft gefährden. Deshalb ist die Kontrolle über Höhe und Dauer der Kundenforderungen eine zentrale unternehmerische Aufgabe.

In der Bilanz werden Debitoren auf der Aktivseite unter dem Umlaufvermögen als „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen – geregelt in § 266 Abs. 2 HGB. Dort erscheinen sie als eine Gesamtsumme.

In der Buchführung wird genauer unterschieden: Stammkunden erhalten ein eigenes Debitorenkonto, während Gelegenheitskunden meist unter einem Sammelkonto (z. B. „Diverse") erfasst werden. Eine sorgfältige Debitorenbuchhaltung ist die Grundlage dafür, Forderungen gezielt zu überwachen und bei Bedarf einzugreifen.