In Kürze
Delegation bedeutet, dass eine Führungskraft Aufgaben, Befugnisse und Verantwortung an nachgeordnete Mitarbeiter überträgt. Entscheidend ist, dass alle drei Elemente gemeinsam weitergegeben werden.
Definition
Unter Delegation versteht man das gezielte Abgeben von Aufgaben innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation. Eine Führungskraft überträgt dabei nicht nur die Tätigkeit selbst, sondern auch die nötigen Kompetenzen (Befugnisse) und die dazugehörige Verantwortung an Mitarbeiter auf einer niedrigeren Hierarchieebene.
Damit unterscheidet sich Delegation von einer einfachen Tätigkeitsanweisung: Wer delegiert bekommt, erhält einen echten Handlungsspielraum — inklusive der Vollmachten, die zur Aufgabenerfüllung notwendig sind.
Delegation verfolgt mehrere Ziele:
- Entlastung der Führungskraft von Routineaufgaben
- Schnellere Entscheidungen durch kürzere Wege
- Höhere Motivation der Mitarbeiter durch mehr Eigenverantwortung
Damit Delegation gelingt, müssen Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung deckungsgleich sein. Mitarbeiter dürfen weder über- noch unterfordert werden. Eine Rückdelegation — also das Zurückgeben der übertragenen Aufgabe an den Vorgesetzten — ist nicht zulässig.
In der Praxis werden echte Führungsentscheidungen — etwa Budgetfestlegungen, personelle Maßnahmen oder die Entwicklung von Unternehmenszielen — in der Regel nicht delegiert. Wird in Ausnahmefällen doch eine solche Aufgabe übertragen, ist meist vorher die Zustimmung des Vorgesetzten erforderlich.
Damit Mitarbeiter delegierte Aufgaben qualitativ und quantitativ erfüllen können, kommt der Personalentwicklung im Unternehmen eine wichtige Rolle zu.