Demotivation

In Kürze

Demotivation beschreibt den Zustand, in dem Mitarbeiter ihre Arbeitsmotivation verlieren oder aktiv daran gehindert werden, motiviert zu arbeiten. Sie ist in vielen Unternehmen weiter verbreitet als fehlende Motivation und schwerer zu beheben.

Definition

Demotivation entsteht, wenn Arbeitnehmer das Gefühl haben, dass ihre Arbeit nicht wertgeschätzt wird, sie ungerecht behandelt werden oder die Arbeitsbedingungen dauerhaft belasten. Anders als fehlende Motivation von Anfang an ist Demotivation ein aktiver Rückgang von vorhandener Einsatzbereitschaft.

Ein zentraler Auslöser ist das Verhalten von Vorgesetzten. Dazu zählen unter anderem:

  • Ständige Kritik oder kleinliche Kontrolle ohne Vertrauen in die Mitarbeiter
  • Verweigerung von Lob und Anerkennung
  • Ungerechte oder unzuverlässige Behandlung
  • Fehlende Information über wichtige Entwicklungen im Unternehmen
  • Über- oder Unterforderung der Beschäftigten
  • Keine Übertragung von Verantwortung oder eigenverantwortlichen Entscheidungen

Weitere häufige Ursachen für Demotivation sind Angst vor dem Jobverlust, Mobbing durch Kollegen oder Vorgesetzte, Spannungen im Team, mangelnde Kommunikation sowie das Gefühl, dass Gewinne und Gehaltserhöhungen nur oben ankommen, während unten Stellen gestrichen werden.

Rein finanzielle Anreize wirken nur kurzfristig. Eine als ungerecht empfundene Vergütung hingegen wirkt zuverlässig demotivierend. Langfristig hilft vor allem, dass sich Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens identifizieren können.

Maßnahmen, die nachweislich gegen Demotivation helfen, sind:

  • Anerkennung und Lob durch Vorgesetzte
  • Regelmäßiges Feedback
  • Mentoring und Coaching
  • Zielvereinbarungsgespräche
  • Supervision

Hat ein Mitarbeiter erst einmal innerlich gekündigt und macht nur noch Dienst nach Vorschrift, ist eine Rückkehr zur Motivation sehr schwer. Deshalb ist es wichtig, Demotivation frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern — das ist eine Kernaufgabe jeder Führungskraft.