Disposition

In Kürze

Disposition bezeichnet im betrieblichen Umfeld die Planung, Steuerung und Zuweisung von Aufträgen, Ressourcen und Materialien. Sie sorgt dafür, dass Aufgaben zur richtigen Zeit von der richtigen Stelle erledigt werden.

Definition

Das Wort Disposition stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Anordnung, Planung oder Maßnahme. Im Unternehmensalltag steht es für unternehmerische Entscheidungen und fallbezogene Regelungen – zum Beispiel die Erteilung eines Auftrags oder die Anweisung, eine bestimmte Tätigkeit auszuführen.

Disposition und Entscheidung hängen eng zusammen: Bevor eine Entscheidung umgesetzt wird, wird sie durch eine Disposition vorbereitet. Die disponierende Stelle – also die zuständige Person oder Abteilung – sichtet eingehende Aufträge und weist sie nach festgelegten Regeln den ausführenden Stellen zu.

Ein wichtiger Teil der Disposition ist die Steuerung von Materialien und Warenbeständen. Ziel ist es, alle Aufträge pünktlich und zu möglichst geringen Kosten zu erfüllen – ohne dass zu viel oder zu wenig auf Lager liegt. Auch die Bestellung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gehört dazu.

Die Disposition ist eng mit der Logistik verbunden und wirkt in viele Unternehmensbereiche hinein: Produktion, Einkauf, innerbetrieblicher Materialfluss und Vertrieb.

Im Bereich der Organisation gibt es einen wichtigen Unterschied: Während die Organisation dauerhafte Regeln schafft, legt die Disposition Regeln für besondere oder einzelne Ereignisse fest.