Dispositionskredit

In Kürze

Der Dispositionskredit ermöglicht Kontoinhabern eine laufende Kontoüberziehung innerhalb eines festgelegten Rahmens. Er ist flexibel nutzbar und nicht an feste Rückzahlungsfristen gebunden.

Definition

Der Dispositionskredit bezeichnet die vertraglich eingeräumte Möglichkeit, ein laufendes Girokonto bis zu einem festgelegten Höchstbetrag zu überziehen.

Er liegt vor, wenn für ein laufendes Konto ein verbindlicher Überziehungsrahmen festgelegt ist und eine jederzeitige Inanspruchnahme besteht.

Die Nutzung erfolgt variabel, ohne feste Tilgungsraten, und ist nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden.

Rechtsgrundlage ist insbesondere:

  • § 504 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Der Dispositionskredit wird als Verbraucherdarlehen eingeordnet.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einräumung eines Dispositionskredits besteht nicht.

Abzugrenzen ist der Dispositionskredit von der geduldeten Überziehung ohne vereinbarten Kreditrahmen.

In der Praxis ist der Dispositionskredit ein häufig genutztes Instrument zur kurzfristigen Liquiditätsüberbrückung auf Girokonten.