Dividende

In Kürze

Die Dividende ist der Anteil am Unternehmensgewinn, den eine Aktiengesellschaft oder Genossenschaft an ihre Aktionäre bzw. Mitglieder ausschüttet. Sie ist eine erfolgsabhängige Vergütung für das bereitgestellte Kapital.

Definition

Wer Aktien einer Aktiengesellschaft oder Anteile einer Genossenschaft kauft, stellt dem Unternehmen damit Eigenkapital zur Verfügung. Als Gegenleistung erhalten diese Anteilseigner eine Dividende — also einen Teil des erwirtschafteten Gewinns. Bei einer GmbH spricht man stattdessen von einer Gewinnausschüttung.

Der ausgeschüttete Betrag entspricht nicht dem gesamten Jahresgewinn. Ein Teil des Gewinns wird üblicherweise einbehalten und den Rücklagen zugeführt — etwa zur langfristigen Absicherung des Unternehmens oder zur Finanzierung von Investitionen.

Die Höhe der Dividende wird auf Vorschlag des Vorstands durch Beschluss der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit festgelegt. In Deutschland erfolgt die Auszahlung in der Regel einmal jährlich. In besonderen Fällen kann zusätzlich eine Sonderdividende gezahlt werden, etwa bei außerordentlichen Erträgen.

Eine wichtige Kennzahl ist die Dividendenrendite. Sie zeigt, wie hoch die Dividende im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs ist, und berechnet sich so:

  • Dividendenrendite (%) = Dividende je Aktie ÷ aktueller Aktienkurs × 100

Zahlt ein Unternehmen beispielsweise 2,50 Euro Dividende je Aktie und der Kurs liegt bei 50 Euro, beträgt die Dividendenrendite 5 Prozent. Die Dividendenrendite ist damit aussagekräftiger als der bloße Eurobetrag der Dividende.

Von einer Stockdividende spricht man, wenn die Ausschüttung nicht in bar, sondern in Form kostenloser Aktien erfolgt.