Eiserner Bestand

In Kürze

Der Eiserne Bestand (auch Mindestbestand oder Sicherheitsbestand) ist die Menge an Waren oder Materialien im Lager, die ein Unternehmen niemals unterschreiten sollte. Er sichert die Produktion und Lieferfähigkeit auch dann, wenn Nachschub ausbleibt oder sich verzögert.

Definition

Jedes Unternehmen, das Waren oder Materialien lagert, hat einen sogenannten Lagerbestand — also die Menge eines Gutes, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Lager vorhanden ist. Der Eiserne Bestand ist die unterste Grenze dieses Bestands.

Er darf ohne ausdrückliche Anordnung der Unternehmensleitung nicht unterschritten werden. Ziel ist es, Schwankungen beim Zu- und Abgang von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen oder Halbfertigprodukten auszugleichen und die Produktion auch in Notfällen aufrechtzuerhalten.

Die Höhe des Eisernen Bestands legt die Unternehmensleitung fest. Eine einfache Formel zur Berechnung lautet:
Eiserner Bestand = täglicher Verbrauch × Sicherheitszeitraum in Tagen
Beispiel: 20 Stück pro Tag × 5 Tage = 100 Stück Eiserner Bestand.

Eng damit verbunden ist der Meldebestand: Sinkt der Lagerbestand auf diesen Wert, wird automatisch eine neue Bestellung ausgelöst. Er berechnet sich so:
Meldebestand = Tagesbedarf × Beschaffungszeit + Eiserner Bestand

Neben dem Eisernen Bestand gibt es noch den Höchstbestand — die maximale Lagermenge, die nicht überschritten werden soll, um unnötige Lagerkosten und eine zu hohe Kapitalbindung zu vermeiden.