In Kürze
Der Finanzplan ist ein betriebliches Planungsinstrument, das alle erwarteten Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens gegenüberstellt. Sein wichtigstes Ziel ist die Sicherung der Zahlungsfähigkeit (Liquidität).
Definition
Ein Finanzplan zeigt, wann ein Unternehmen mit welchen Geldzu- und -abflüssen rechnet. Damit lassen sich drohende Zahlungsengpässe frühzeitig erkennen und gegensteuern — denn Zahlungsschwierigkeiten können die Existenz eines Unternehmens gefährden.
Der Finanzplan steht nicht für sich allein. Er wird zusammen mit anderen betrieblichen Teilplänen erstellt, insbesondere:
- Absatz- und Umsatzplan
- Produktions- und Lagerplan
- Personalplan
- Investitions- und Desinvestitionsplan
Je nach Planungszeitraum unterscheidet man kurzfristige Finanzpläne (Tage bis Wochen), mittelfristige (3 bis 12 Monate) und langfristige Finanzpläne (mehrere Jahre). Grundsätzlich gilt: Je länger der Zeitraum, desto unsicherer sind die zugrunde liegenden Daten.
Bei der festen Finanzplanung wird nach Ablauf eines festgelegten Zeitraums ein komplett neuer Plan erstellt. Bei der gleitenden (rollierenden) Finanzplanung fällt ein abgelaufener Zeitabschnitt weg und ein neuer wird hinzugefügt — diese Methode ist flexibler und aktueller.
Ergibt der Finanzplan eine Überdeckung (zu viel Liquidität), sollte das überschüssige Geld sinnvoll angelegt oder zur Kredittilgung genutzt werden. Bei einer Unterdeckung (zu wenig Liquidität) stehen Maßnahmen wie kurzfristige Kredite, Kapitalerhöhungen oder der Verkauf von Anlagegütern zur Verfügung.
Ein regelmäßiger Abgleich von Planwerten mit den tatsächlich eingetretenen Istwerten (Finanzkontrolle) ist wichtig, um Abweichungen zu erkennen und künftige Pläne zu verbessern.