In Kürze
Die freie Marktwirtschaft beschreibt eine Wirtschaftsordnung mit weitgehender wirtschaftlicher Handlungsfreiheit. Sie basiert auf Marktsteuerung durch Angebot und Nachfrage ohne umfassende staatliche Eingriffe.
Definition
Die freie Marktwirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung, in der wirtschaftliche Entscheidungen dezentral durch Marktteilnehmer getroffen werden. Sie beruht auf dem Grundsatz, dass Produktion, Verteilung und Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden.
Kennzeichnend ist, dass Eigentum an Produktionsmitteln privat zugeordnet und rechtlich geschützt ist. Die freie Marktwirtschaft liegt vor, wenn Vertragsfreiheit, Wettbewerbsfreiheit und freie Preisbildung institutionell festgelegt sind.
Staatliche Tätigkeit beschränkt sich auf die Gewährleistung von Sicherheit, Eigentumsschutz, Rechtsordnung und einem stabilen Geldsystem. Eine freie Marktwirtschaft erfordert das dauerhafte Fehlen unmittelbarer staatlicher Lenkung wirtschaftlicher Einzelentscheidungen.
Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung oder Aufrechterhaltung besteht nicht. Abzugrenzen ist sie von der sozialen Marktwirtschaft, bei der staatliche Ausgleichs- und Korrekturmechanismen vorgesehen sind.
Die freie Marktwirtschaft besitzt praktische Bedeutung als theoretisches Referenzmodell für wirtschaftspolitische und ordnungsökonomische Bewertungen.