Fremdfertigung

In Kürze

Fremdfertigung bedeutet, dass ein Unternehmen ein Produkt oder eine Leistung nicht selbst herstellt, sondern von einem externen Anbieter herstellen lässt. Sie ist das Gegenteil der Eigenfertigung.

Definition

Bei der Fremdfertigung — auch als Outsourcing bezeichnet — wird die Herstellung eines Produkts oder einer Leistung vollständig außerhalb des eigenen Betriebs durchgeführt. Das Unternehmen kauft das fertige Produkt oder Zulieferteil von einem spezialisierten Lieferanten ein, anstatt es selbst zu produzieren.

Ein wichtiger wirtschaftlicher Unterschied zur Eigenfertigung liegt in der Kostenstruktur: Bei der Fremdfertigung entstehen in der Regel nur variable Kosten (also Kosten, die direkt mit der Menge zusammenhängen). Bei der Eigenfertigung kommen zusätzlich Fixkosten hinzu, etwa für Maschinen oder Personal.

Ob ein Unternehmen selbst fertigt oder fremdfertigt, wird im Rahmen der sogenannten Make-or-Buy-Entscheidung abgewogen. Viele Unternehmen setzen heute verstärkt auf Fremdfertigung, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren — also auf die Bereiche, in denen sie besonders wettbewerbsfähig sind.

Besonders geeignet für die Fremdfertigung sind wenig komplexe oder selten benötigte Güter, da sich deren Eigenproduktion oft wirtschaftlich nicht lohnt.