Führungsprozess

In Kürze

Der Führungsprozess beschreibt alle Tätigkeiten, mit denen Führungskräfte die Arbeit ihrer Mitarbeiter auf die Ziele des Unternehmens ausrichten. Er besteht aus mehreren Schritten, die eng miteinander verbunden sind.

Definition

Unternehmen sind soziale Gebilde, in denen viele Menschen gemeinsam auf bestimmte Ziele hinarbeiten. Damit das gelingt, müssen Führungskräfte die Verhaltensweisen und Tätigkeiten der Mitarbeiter koordinieren und steuern — das ist die Aufgabe des Führungsprozesses.

Der Führungsprozess ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein fortlaufender Kreislauf aus mehreren Führungsfunktionen, die ineinandergreifen und voneinander abhängen.

Die wesentlichen Führungsfunktionen sind:

  • Ziele setzen: Aus den Unternehmenszielen werden für jeden Mitarbeiter erreichbare, aber anspruchsvolle Vorgaben abgeleitet — meist in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen, mindestens einmal jährlich.
  • Planen: Die Führungskraft denkt voraus und legt fest, wie die gesetzten Ziele in der Praxis erreicht werden sollen.
  • Entscheiden: Führen bedeutet, immer wieder zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu wählen. Die Entscheidungsfunktion gilt als eine der zentralen Führungsaufgaben.
  • Realisieren: Die getroffenen Entscheidungen werden in den Arbeitsalltag umgesetzt. Die Führungskraft muss das nicht selbst tun, sorgt aber dafür, dass Aufgaben ordnungsgemäß und fristgerecht erledigt werden.
  • Kontrollieren: Führungskräfte prüfen, ob vereinbarte Aufgaben und Vorgaben erfüllt wurden — keine Detailkontrolle, sondern eine Ergebniskontrolle.
  • Kommunizieren: Alle anderen Führungsfunktionen setzen Kommunikation voraus. Führungskräfte stellen sicher, dass der Informationsaustausch auf allen Ebenen — vertikal wie horizontal — reibungslos funktioniert.

Weil Kommunikation alle anderen Funktionen durchdringt, wird sie im sogenannten Führungskreis oft in die Mitte gestellt. Der Kreislauf verdeutlicht: Führung ist kein einmaliger Akt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.