Fünftelregelung

In Kürze

Die Fünftelregelung regelt die steuerliche Behandlung außerordentlicher Einkünfte. Sie mindert Progressionswirkungen bei einmaligen Einnahmen.

Definition

Die Fünftelregelung ist ein steuerrechtliches Instrument zur tariflichen Begünstigung außerordentlicher Einkünfte. Sie bewirkt, dass einmalig zufließende Einnahmen rechnerisch verteilt besteuert werden.

Die Regelung liegt vor, wenn Einkünfte in einem Veranlagungszeitraum konzentriert anfallen und rechnerisch anteilig berücksichtigt sind. Voraussetzung ist, dass die Einnahmen ihrer Art nach als außerordentlich qualifiziert sind.

Maßgebliche Rechtsgrundlage ist:

  • § 34 Einkommensteuergesetz (EStG) mit spezieller Berechnungsvorschrift

Die Anwendung erfolgt durch Vergleich der Steuerbelastung mit und ohne anteilige Hinzurechnung. Die Fünftelregelung begründet keinen Anspruch auf Steuerfreiheit oder vollständige Steuerermäßigung.

Sie ist von einer tatsächlichen zeitlichen Verteilung der Zahlung strikt abzugrenzen.

In der Praxis betrifft die Fünftelregelung insbesondere Entschädigungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen.