Krankenstand-Controlling - Allgemeines

In Kürze

Krankenstand-Controlling bezeichnet die systematische Erfassung und Auswertung von krankheitsbedingten Fehlzeiten im Betrieb. Ziel ist es, Ursachen für hohe Ausfallzeiten zu erkennen und gezielte Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Definition

Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter krankheitsbedingt fehlen, entstehen für Unternehmen erhebliche Kosten. Dazu gehören zum einen die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, zum anderen indirekte Kosten durch Produktivitätsverluste, Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel.

Häufige oder lang andauernde Fehlzeiten können außerdem das Betriebsklima belasten: Sie erzeugen Mehrbelastung für Kolleginnen und Kollegen und können Teamkonflikte auslösen. Umgekehrt ist ein auffällig hoher Krankenstand oft auch ein Warnsignal für bestehende Unzufriedenheit oder Motivationsprobleme im Betrieb — ein Phänomen, das als Absentismus bezeichnet wird.

Krankenstand-Controlling setzt genau hier an: Es erfasst systematisch die Fehlzeitendaten eines Unternehmens und wertet sie aus, um die eigentlichen Ursachen zu verstehen. Auf dieser Grundlage lassen sich dann passende Maßnahmen entwickeln, zum Beispiel:

  • Betrieblicher Gesundheitsschutz und freiwillige Präventionsangebote
  • Vertretungsregelungen bei kurzfristigen Ausfällen
  • Wiedereingliederungskonzepte nach Langzeiterkrankungen
  • Maßnahmen gegen Absentismus, also gegen ungerechtfertigtes Fernbleiben von der Arbeit

Das Krankenstand-Controlling gliedert sich dabei in zwei wesentliche Schritte: das Erheben der relevanten Daten und das anschließende Interpretieren dieser Daten, um sinnvolle Schlüsse für den eigenen Betrieb ziehen zu können.