Kritikgespräch

In Kürze

Ein Kritikgespräch ist ein Gespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter, das stattfindet, wenn Leistung oder Verhalten im Betrieb verbessert werden müssen. Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu finden – nicht zu bestrafen.

Definition

Ein Kritikgespräch – manchmal auch Korrekturgespräch genannt – führt ein Vorgesetzter mit einem Mitarbeiter, wenn er feststellt, dass dessen Leistungsbereitschaft nachlässt, die Motivation fehlt oder ein Verhalten auftritt, das das Arbeitsklima, die Arbeitssicherheit oder die Ordnung im Betrieb beeinträchtigt.

Das Gespräch sollte frühzeitig, sachlich und unter vier Augen stattfinden. Persönliche Angriffe, verletzte Worte oder Kritik vor anderen Kollegen sind zu vermeiden. Gerüchte oder nicht überprüfte Vorwürfe dürfen keine Grundlage für das Gespräch sein.

Ein gut geführtes Kritikgespräch läuft in mehreren Schritten ab:

  • Eröffnung: Entspannte Atmosphäre schaffen, positive Leistungen des Mitarbeiters anerkennen.
  • Tatbestand klären: Den konkreten Anlass sachlich und nachvollziehbar schildern.
  • Rechtfertigung: Dem Mitarbeiter ausreichend Gelegenheit geben, seinen Standpunkt darzustellen.
  • Folgen klären: Mögliche Konsequenzen benennen und gemeinsam vereinbaren, was sich ändern soll.
  • Abschluss: Das Vertrauensverhältnis wiederherstellen und ggf. ein Folgegespräch vereinbaren.

Wichtig: Auf berechtigte Kritik darf nicht verzichtet werden, denn nur so hat der Mitarbeiter die Chance, sein Verhalten zu ändern und sich weiterzuentwickeln. Kritik sollte dabei stets konstruktiv sein und auch positive Elemente enthalten.