In Kürze
Die Leitungsspanne gibt an, wie viele Mitarbeiter einer einzigen Führungskraft direkt unterstellt sind. Je größer die Zahl, desto mehr Menschen führt eine Führungskraft gleichzeitig.
Definition
Die Leitungsspanne (auch Führungsspanne genannt) beschreibt das Verhältnis zwischen der Anzahl der Mitarbeiter und der Anzahl der Führungskräfte in einem Unternehmen oder einer Abteilung. Sie wird berechnet, indem man die Zahl der Mitarbeiter durch die Zahl der Führungskräfte teilt.
Beispiel: Sind in einer Abteilung 12 Mitarbeiter und ein Abteilungsleiter tätig, beträgt die Leitungsspanne 12. Sind im gesamten Unternehmen 210 Mitarbeiter und 20 Führungskräfte beschäftigt, ergibt sich eine unternehmensweite Leitungsspanne von 10,5.
Wie groß sollte die Leitungsspanne sein? Das hängt von mehreren Faktoren ab. Eine kleinere Leitungsspanne ist sinnvoll, wenn:
- die Aufgaben der Mitarbeiter schwierig oder sehr unterschiedlich sind
- die Mitarbeiter wenig Erfahrung oder eingeschränkte Entscheidungsbefugnisse haben
- die Führungskraft häufig Einzelanweisungen geben und die Ergebnisse kontrollieren muss
Grundsätzlich gilt: Je höher eine Führungskraft in der Unternehmenshierarchie angesiedelt ist, desto kleiner ist in der Regel ihre Leitungsspanne. Auf unteren Ebenen — etwa bei Teamleitern — ist die Leitungsspanne dagegen oft größer.
Viele Unternehmen versuchen, die Leitungsspanne zu vergrößern, um Kosten zu sparen. Das bedeutet aber auch, dass einzelne Führungskräfte mehr Mitarbeiter betreuen müssen — was ihre Belastung deutlich erhöhen kann.
Eng verwandt mit der Leitungsspanne ist die Leitungstiefe: Sie beschreibt, wie viele Hierarchieebenen ein Unternehmen insgesamt hat. Wenige Ebenen stehen für eine flache, viele Ebenen für eine steile Organisationsstruktur.