In Kürze
Lernziele beschreiben, was ein Auszubildender nach einem bestimmten Lernabschnitt wissen oder können soll. Sie helfen dabei, den Lernstoff zu strukturieren und den eigenen Fortschritt einzuschätzen.
Definition
Lernziele – auch Lehrziele genannt – legen aus Sicht des Ausbilders fest, welche Kenntnisse, Fähigkeiten oder Einstellungen ein Auszubildender nach einer Unterrichtseinheit erworben haben soll. Sie werden dem eigentlichen Lernstoff meist als Überblick vorangestellt.
Gut formulierte Lernziele sind konkret und eindeutig. Sie zeigen den Lernenden, worauf es ankommt, helfen bei der Planung der eigenen Lernzeit und erleichtern das selbstständige Lernen.
Lernziele lassen sich nach drei Merkmalen unterscheiden:
- Nach der Reichweite: Grob- oder Richtziele gliedern größere Unterrichtsabschnitte; Feinziele unterteilen einzelne Lernphasen genauer.
- Nach der seelisch-geistigen Sichtweise: Kognitive Ziele betreffen Wissen und Denken; affektive Ziele betreffen Einstellungen und Werte; psychomotorische Ziele betreffen körperliche und manuelle Fertigkeiten.
- Nach dem Grad der Komplexität: Von einfachem Wissen über Verstehen und Anwenden bis hin zu Analyse, Synthese und Bewertung.
Lernziele haben aber auch Grenzen: Nicht jeder Lernfortschritt lässt sich direkt messen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Lernende nur gezielt das üben, was als Ziel vorgegeben wird – und den Stoff nicht wirklich dauerhaft beherrschen.