In Kürze
Mahnstufen bezeichnen strukturierte Eskalationsschritte im außergerichtlichen Forderungseinzug. Sie ordnen Inhalt, Ton und zeitliche Abfolge von Zahlungserinnerungen.
Definition
Mahnstufen sind ein zivilrechtliches Instrument. Es beschreibt ein gestuftes Verfahren zur außergerichtlichen Geltendmachung fälliger Geldforderungen gegenüber einem säumigen Schuldner.
Das Instrument dient der systematischen Steigerung des Zahlungsdrucks durch aufeinanderfolgende schriftliche Zahlungsaufforderungen mit zunehmender Intensität. Es liegt vor, wenn Inhalt, Reihenfolge und zeitliche Abstände der Zahlungsaufforderungen organisatorisch festgelegt sind.
Rechtsgrundlage für den Zahlungsverzug bildet:
- § 286 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Mahnstufen begründen keine gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung mehrerer Zahlungsaufforderungen vor gerichtlicher Durchsetzung.
Abzugrenzen ist das Verfahren von:
- dem gerichtlichen Mahnverfahren, das ohne Mahnstufen unmittelbar mit einem Mahnbescheid beginnt
In der Praxis strukturieren Mahnstufen das betriebliche Forderungsmanagement und dokumentieren den Verlauf außergerichtlicher Zahlungsanmahnungen.