In Kürze
Management by Systems (MbS) – auf Deutsch „Systemorientierte Führung" – ist ein Führungskonzept, das alle Abläufe und Tätigkeiten in einem Unternehmen durch einheitliche Verfahren und Vorschriften systematisch koordiniert und auf gemeinsame Ziele ausrichtet.
Definition
In größeren Unternehmen arbeiten viele Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen an Teilaufgaben, ohne das große Ganze im Blick zu haben. Management by Systems versucht, dieses sogenannte „Ressortdenken" zu überwinden, indem es abteilungsübergreifende Gemeinsamkeiten erkennt und alle Organisationsteile aufeinander abstimmt.
Im Mittelpunkt steht die Systematisierung aller Führungs- und Kontrolltätigkeiten. Dazu werden Verfahrensordnungen und Methoden eingesetzt, die genau festlegen, welche Aufgaben wann, wie und von wem erledigt werden. Routinearbeiten laufen so nach klaren Durchführungsvorschriften ab.
Damit das Konzept funktioniert, sind drei Voraussetzungen wichtig:
- Klar abgegrenzte Aufgabenbereiche für alle Abteilungen
- Eindeutige, ergebnisorientierte Ziele für jeden Bereich
- Aktive Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Abteilungen
Das Konzept bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich:
- Vorteile: Verwaltungskosten sinken, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung steigt, Abläufe werden qualitativ besser.
- Nachteile: Starre Vorschriften können Mitarbeiter demotivieren; auf ungewöhnliche Situationen oder Neuerungen reagiert das System wenig flexibel.