In Kürze
Mobilität im Personalbereich beschreibt die Bereitschaft von Arbeitnehmern, ihren Wohn- und Lebensraum an den jeweiligen Arbeitsort anzupassen — auch durch einen Umzug ins Ausland. Unterschieden wird vor allem zwischen räumlicher und sozialer Mobilität.
Definition
Im Personalwesen bezeichnet Mobilität die Fähigkeit und Bereitschaft, den eigenen Lebensmittelpunkt flexibel an berufliche Erfordernisse anzupassen. Das kann einen Umzug innerhalb Deutschlands oder ins Ausland bedeuten.
Besonders für Führungskräfte gilt Mobilität häufig als wichtige Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg. Globalisierung und wechselnde Unternehmensstandorte verstärken diesen Anspruch zusätzlich.
Räumliche (regionale) Mobilität liegt vor, wenn ein Stellenwechsel, ein Jobwechsel oder eine Versetzung dazu führt, dass der Arbeitnehmer seinen Wohnort wechselt.
In der Praxis gibt es jedoch viele Gründe, die einer Umzugsbereitschaft entgegenstehen:
- Fehlende Bereitschaft, sich in einer neuen Umgebung einzuleben
- Berufstätigkeit des Ehepartners oder der Partnerin
- Schulpflichtige Kinder
- Zu pflegende Angehörige, z. B. Eltern
- Enger Freundes- und Bekanntenkreis am bisherigen Wohnort
- Eigentum an einer Immobilie
Vertikale soziale Mobilität beschreibt Auf- oder Abstiegsprozesse innerhalb einer Karriere. Gemeint sind Positionsveränderungen, die mit einem höheren oder niedrigeren gesellschaftlichen Ansehen verbunden sind — etwa ein Aufstieg in eine Führungsposition oder der Verlust einer solchen. Soziale Mobilität betrifft meist einzelne Personen, kann aber auch ganze Berufsgruppen erfassen, wenn deren gesellschaftliches Ansehen steigt oder sinkt.