In Kürze
Mitarbeiter-Identifikation beschreibt, wie sehr Beschäftigte hinter ihrem Unternehmen, seinen Werten, Produkten und Führungskräften stehen. Je stärker diese Identifikation, desto engagierter und motivierter arbeiten die Mitarbeiter.
Definition
Als Mitarbeiter-Identifikation bezeichnet man das Ausmaß, in dem Beschäftigte die Ziele, die Kultur, die Produkte und das Führungsverhalten ihres Unternehmens bejahen und unterstützen. Sie zeigt sich darin, dass Mitarbeiter unternehmerisch denken, Eigeninitiative zeigen und nicht nur „Dienst nach Vorschrift" machen.
Damit Mitarbeiter sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, spielen vor allem drei Faktoren eine entscheidende Rolle:
- Unternehmenskultur: die gelebten, oft ungeschriebenen Regeln im Betrieb — geprägt durch Führungsstil, Kommunikation und Betriebsklima
- Image des Unternehmens: wie das Unternehmen nach innen und außen wahrgenommen wird
- Berufszufriedenheit: ob Mitarbeiter ihre Arbeit als sinnvoll erleben, Anerkennung erhalten und Entwicklungsmöglichkeiten haben
Eine wesentliche Voraussetzung für hohe Identifikation ist offene Kommunikation. Werden Mitarbeiter nicht ausreichend informiert oder an der Entwicklung von Unternehmenszielen beteiligt, bleibt die Identifikation aus. Wird die Unternehmensphilosophie nur „von oben angeordnet", ohne dass Beschäftigte mitwirken können, entsteht kein echtes Zugehörigkeitsgefühl.
Betriebliche Fortbildung stärkt die Identifikation zusätzlich — allerdings nur dann, wenn Mitarbeitern auch echte Aufstiegs- und Entwicklungschancen geboten werden. Überqualifizierte Beschäftigte ohne Perspektive neigen zur inneren Kündigung oder verlassen das Unternehmen tatsächlich.