In Kürze
Die Materialaufwandsquote misst den Anteil der Materialaufwendungen an den Umsatzerlösen eines Unternehmens. Sie dient der strukturellen Einordnung von Kosten und Wertschöpfung.
Definition
Die Materialaufwandsquote ist ein arbeitsrechtlicher Begriff, der eine betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Kostenstruktur beschreibt. Sie stellt das Verhältnis der gesamten Materialaufwendungen zu den erzielten Umsatzerlösen dar.
Materialaufwandsquote liegt vor, wenn der Materialaufwand rechnerisch ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt ist. Als Materialaufwand gelten regelmäßig Aufwendungen für Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe eines Unternehmens.
Die Ermittlung erfolgt anhand von Daten aus der Gewinn- und Verlustrechnung nach anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Materialaufwandsquote wird üblicherweise als Prozentwert ausgewiesen und erlaubt einen Vergleich zwischen Perioden oder Unternehmen.
Die Kennzahl ist branchenabhängig und spiegelt insbesondere die Wertschöpfungstiefe der betrieblichen Leistung wider. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ermittlung oder Offenlegung besteht nicht.
Abzugrenzen ist die Materialaufwandsquote von:
- der Personalaufwandsquote, die einen anderen Kostenblock abbildet
In der Praxis unterstützt die Materialaufwandsquote die Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen im Rahmen unternehmerischer Entscheidungsprozesse.