In Kürze
Beim Mitarbeiterempfehlungsprogramm werben bestehende Beschäftigte aktiv neue Mitarbeiter aus ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis. Kommt es zur Einstellung, erhalten sie dafür eine Prämie.
Definition
Ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm folgt dem Prinzip „Mitarbeiter werben Mitarbeiter". Beschäftigte empfehlen offene Stellen in ihrem persönlichen Umfeld und werden so zu Botschaftern ihres Arbeitgebers.
Die Prämie wird ausgezahlt, sobald der empfohlene Kandidat erfolgreich eingestellt wurde — je nach Programm bereits bei Vertragsunterzeichnung oder erst nach bestandener Probezeit.
Mögliche Prämienformen sind:
- Essensgutscheine
- Einkaufsgutscheine
- Geldprämien (z. B. 100 € für eine Aushilfsstelle, 1.000 € oder mehr für Fach- und Führungspositionen)
Hintergrund solcher Programme ist häufig der Fachkräftemangel. Unternehmen nutzen das Netzwerk ihrer Belegschaft, um Vakanzen schneller und gezielter zu besetzen.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor: Nur zufriedene Mitarbeiter empfehlen ihren Arbeitgeber weiter. Eine Zufriedenheitsanalyse — etwa eine Mitarbeiterbefragung — ist daher vor der Einführung eines solchen Programms sinnvoll.
Für Arbeitgeber bietet das Modell mehrere Vorteile: Die Kosten für Stellenausschreibungen können sinken, die Reichweite der Personalsuche steigt, und das Zugehörigkeitsgefühl der werbenden Mitarbeiter wird gestärkt. Zudem kennen Beschäftigte oft gut, wer zur Unternehmenskultur passt.