In Kürze
Ein Fortbildungsgespräch ist ein strukturiertes Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, das den Weiterbildungsbedarf ermittelt und passende Maßnahmen festlegt.
Definition
Unternehmen sind darauf angewiesen, dass ihre Mitarbeiter jederzeit die Aufgaben an ihrem Arbeitsplatz erfüllen können. Dafür müssen Wissen und Fähigkeiten regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Im Fortbildungsgespräch werden zwei Dinge verglichen: die Ist-Qualifikation — also das Wissen und die Fähigkeiten, die ein Mitarbeiter tatsächlich mitbringt — und die Soll-Qualifikation — also das Wissen, das für die ordnungsgemäße Erfüllung der Aufgaben am Arbeitsplatz erforderlich ist. Die Lücke zwischen beiden zeigt, wo Fortbildungsbedarf besteht.
Besonders groß ist diese Lücke häufig nach einer Versetzung oder Beförderung, wenn ein Mitarbeiter neue Aufgaben übernimmt. Auch veraltetes Wissen — etwa Kenntnisse über ein abgelöstes Computerprogramm — zählt nicht mehr zur nutzbaren Ist-Qualifikation.
Ein Fortbildungsgespräch behandelt typischerweise folgende Punkte:
- Ermittlung des Fortbildungsbedarfs
- Festlegung geeigneter Fortbildungsmaßnahmen
- Darstellung der Ziele der Maßnahmen
- Motivation des Mitarbeiters für die geplante Fortbildung
- Auswirkungen der Maßnahmen auf den aktuellen oder künftigen Aufgabenbereich
Neben der Sicherung der aktuellen Leistungsfähigkeit kann Fortbildung auch über den unmittelbaren Bedarf hinausgehen. Zusätzliche Qualifikationen machen Mitarbeiter flexibler einsetzbar und stärken die langfristige Entwicklung im Unternehmen.