In Kürze
Die Nachfolgeplanung regelt, wer ein Unternehmen künftig führt – besonders in Familienbetrieben. Eine rechtzeitige und strukturierte Planung sichert einen reibungslosen Generationswechsel.
Definition
Gerade in Familienunternehmen ist die Frage der Nachfolge von großer Bedeutung. Häufig werden Kinder oder Verwandte des Inhabers zur Geschäftsführung berufen, ohne ausreichend auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet zu sein. Eine frühzeitige Planung und ein geordneter Rückzug des bisherigen Inhabers helfen, diesen Übergang erfolgreich zu gestalten.
Bei der Auswahl des Nachfolgers sollte die Eignung des Kandidaten kritisch und offen geprüft werden – auch wenn es sich um ein Familienmitglied handelt. Findet sich in der Familie kein geeigneter Nachfolger, kann die Unternehmensführung auch an eine externe Person übergeben werden, während die Familie weiterhin die Rolle der Gesellschafter übernimmt. Sind geeignete Familienmitglieder noch zu jung, ist eine vorübergehende Lösung mit einem externen Geschäftsführer möglich.
Für eine gelingende Nachfolge empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen in mehreren Bereichen:
- Betriebsstruktur: Klare gesellschaftsrechtliche Verhältnisse und eine personenunabhängige Organisationsstruktur schaffen
- Ausbildung: Den Nachfolger frühzeitig fördern, Auslandserfahrung und Praktika in verschiedenen Betrieben ermöglichen
- Einführung: Den Nachfolger schrittweise einarbeiten, Verantwortung langsam steigern und einen klaren Termin für das eigene Ausscheiden festlegen
- Belegschaft: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig auf den Wechsel vorbereiten
Wichtig ist außerdem, den Entwicklungsfortschritt des Nachfolgers regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf externe Unterstützung hinzuzuziehen.