In Kürze
On-Site Management ist ein Modell in der Zeitarbeit, bei dem ein Personaldienstleister direkt im Unternehmen vor Ort präsent ist und alle Zeitarbeitseinsätze koordiniert. Ein sogenannter Master-Dienstleister übernimmt dabei die Steuerung aller beteiligten Zeitarbeitsunternehmen.
Definition
Viele Unternehmen setzen gleichzeitig mehrere Zeitarbeitsunternehmen ein, um ihren Personalbedarf zu decken. Beim On-Site Management übernimmt ein Hauptanbieter – der sogenannte Master – die Koordination aller dieser Dienstleister, die auch als Co-Lieferanten bezeichnet werden.
Ein On-Site Manager ist regelmäßig oder dauerhaft im Unternehmen tätig. Er kennt die Unternehmenskultur, plant den Personaleinsatz und ist direkter Ansprechpartner für alle eingesetzten Zeitarbeitnehmer – unabhängig davon, von welchem Zeitarbeitsunternehmen sie vermittelt wurden.
Das Leistungsspektrum des On-Site Managements umfasst unter anderem:
- Operativ: Anforderungsprofile erstellen, Schichtplanung, Einarbeitung, Arbeitsschutzbelehrungen, Bereitstellung von Ersatzkräften
- Administrativ: Anwesenheitslisten, Arbeitszeitkontrolle, Rechnungsprüfung, Koordination der Co-Lieferanten
Für das einsetzende Unternehmen entstehen durch das On-Site Management in der Regel keine zusätzlichen Kosten. Der Master-Dienstleister finanziert sich über das von ihm vermittelte Personal sowie über Betreuungsprämien der Co-Lieferanten. Das Unternehmen stellt lediglich einen Arbeitsplatz und die nötige Infrastruktur zur Verfügung.
Als Faustregel gilt: Ab etwa 30 gleichzeitig eingesetzten Zeitarbeitnehmern kann sich dieses Modell für ein Unternehmen wirtschaftlich lohnen. Mögliche Einsparungen bei den Verwaltungskosten werden mit bis zu 30 Prozent angegeben.