Organisationsentwicklung

In Kürze

Organisationsentwicklung bezeichnet die systematische Planung und Umsetzung von Veränderungsprozessen in einem Unternehmen. Dabei stehen sowohl die Strukturen der Organisation als auch die Menschen, die in ihr arbeiten, im Mittelpunkt.

Definition

Unter Organisationsentwicklung versteht man alle gezielten Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen oder eine andere Organisation langfristig verändert und verbessert werden soll. Der Begriff umfasst dabei nicht nur die Aufbau- und Ablauforganisation, sondern auch die Personalstruktur und die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Idee geht auf den amerikanischen Betriebssoziologen Elton Mayo zurück, der in den 1930er Jahren den Menschen als eigenständiges Individuum und als Quelle von Kreativität und Leistung in den Mittelpunkt stellte. Dieses Menschenbild — bekannt als Human Relations — prägt bis heute viele Konzepte der Organisationsentwicklung.

Grundsätzlich gilt: Organisationen können sich nur über ihre Mitglieder verändern. Deshalb setzt Organisationsentwicklung vor allem auf Lernprozesse, Training und Gruppendynamik, um Denken und Verhalten der Beschäftigten weiterzuentwickeln.

Die zwei zentralen Ziele sind:

  • Leistungsfähigkeit steigern: Das gesamte Leistungspotenzial des Unternehmens soll langfristig verbessert werden.
  • Mitarbeiterbedürfnisse stärken: Beschäftigte sollen sich entfalten können, etwa durch sinnvolle Arbeit und Mitgestaltung.

Im Unterschied zur Personalentwicklung, die auf die einzelne Person zielt, richtet sich Organisationsentwicklung vor allem auf ganze Abteilungen, Gruppen und Strukturen. Sie ist kein einheitliches Konzept, sondern ein Sammelbegriff für viele verschiedene Methoden und Techniken der Veränderung.