In Kürze
Die Optionsanleihe ist eine verzinsliche Schuldverschreibung mit zusätzlichem Aktienbezugsrecht. Sie verbindet laufende Zinszahlungen mit einem separaten Kapitalmarktrecht.
Definition
Optionsanleihe ist ein kapitalmarktrechtlicher Begriff. Sie bezeichnet eine verzinsliche Schuldverschreibung, die zusätzlich ein selbstständiges Optionsrecht auf Aktien gewährt.
Das Optionsrecht berechtigt zum Bezug neuer Aktien des Emittenten zu vorab festgelegten Bedingungen. Ein Tatbestand liegt vor, wenn Zinspflicht, Rückzahlungsanspruch und Optionsbedingungen bei Emission verbindlich festgelegt sind.
Die Optionsanleihe bleibt unabhängig von einer Optionsausübung als Fremdkapitalinstrument bis zur Endfälligkeit bestehen. Voraussetzung ist regelmäßig eine bedingte Kapitalerhöhung der emittierenden Aktiengesellschaft.
Rechtsgrundlage für die Ausgabe ist:
- § 221 Absatz 1 Aktiengesetz (AktG)
Eine Pflicht zur Ausübung des Optionsrechts besteht für den Inhaber nicht.
Abzugrenzen ist die Optionsanleihe von:
- der Wandelanleihe, bei der die Optionsanleihe bei Ausübung in Aktien umgewandelt wird
In der Praxis dient das Instrument der kombinierten Fremdfinanzierung und potenziellen Eigenkapitalbeschaffung.