In Kürze
Die Programmentwicklung in der Personalentwicklung beschreibt, wie Weiterbildungsmaßnahmen im Betrieb geplant, ausgearbeitet und priorisiert werden. Dabei fließen Bedarfsanalysen, praktische Erfahrungen und verschiedene Faktoren wie Zeit und Kosten ein.
Definition
Wenn ein Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen für seine Beschäftigten plant, braucht es ein strukturiertes Vorgehen. Die Programmentwicklung ist genau das: der Prozess, mit dem aus erkannten Lücken und Bedarfen konkrete Schulungs- oder Entwicklungsprogramme entstehen.
Ausgangspunkt können verschiedene Quellen sein: sichtbare Defizite durch technologische oder organisatorische Veränderungen, systematische Bedarfsanalysen oder Hinweise von Vorgesetzten, Beschäftigten, Betriebs- bzw. Personalräten sowie externen Bezugspersonen wie Kunden oder Lieferanten. Dabei ergänzen sich theoretische Modelle und praxisnahe Ansätze gegenseitig.
Die gesammelten Programmpunkte werden anschließend weiter ausgearbeitet und in Programmteilgebiete aufgeteilt — zum Beispiel ein eigenes EDV-Schulungsprogramm. In diesem Schritt findet oft bereits eine erste Vorauswahl statt, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden sollen.
Bei der Entwicklung und Umsetzung spielen vier wesentliche Faktoren eine Rolle:
- Zeit: Manche Maßnahmen sind kurzfristig notwendig, andere lassen sich langfristig planen.
- Kosten: Aufwand und Nutzen sollten in einem angemessenen Verhältnis stehen.
- Adressatenkreis: Art und Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen berücksichtigt werden.
- Umfang: Der Umfang der geplanten Maßnahmen beeinflusst Planung und Durchführung.