In Kürze
Die Programmabstimmung in der Personalentwicklung ist der Schritt, bei dem einzelne Maßnahmen zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammengeführt und verbindlich verabschiedet werden.
Definition
Bevor Personalentwicklungsmaßnahmen umgesetzt werden, müssen sie in eine verbindliche Form gebracht werden. Dazu werden alle vorausgewählten Vorschläge in einem Strukturierungs- und Gewichtungsprozess zu einem in sich schlüssigen Gesamtkonzept zusammengefügt.
Wichtig ist dabei, dass das Konzept mit den strategischen Zielen des Unternehmens übereinstimmt. Ausgehandelte Programme mit breitem Konsens sind dabei direkten Vorgaben von oben vorzuziehen.
Das Gesamtkonzept soll nicht nur einzelne Mitarbeitende fördern, sondern das gesamte Unternehmen zu einem „lernenden Unternehmen" machen — also eine kontinuierliche Weiterentwicklung auf allen Ebenen ermöglichen.
Bei der Zusammenstellung der Programmbestandteile ist auf Ausgewogenheit zu achten. Das betrifft sowohl fachliche Themen als auch Kompetenzen, Verhaltensweisen und Einstellungen der Beschäftigten.
Laufende Programme aus früheren Perioden — etwa Sprachkurse, EDV-Schulungen oder Verhaltenstrainings — werden dabei fortgeführt. Zusätzlich sollten Puffer für unvorhergesehene Bedarfe eingeplant werden, zum Beispiel bei Zeit, Budget oder Personal.
Abschließend wird das Konzept mit allen Rahmenbedingungen und Einschränkungen abgeglichen. Dabei gilt das Vorsichtsprinzip: Es sollte stets mit unerwartetem Mehraufwand gerechnet werden. Eine begleitende Kontrolle des Prozesses (Prozess-Evaluation) kann bereits in dieser Phase sinnvoll sein.