Profit-Center-Rechnung

In Kürze

Die Profit-Center-Rechnung dient der internen Erfolgsermittlung einzelner Organisationseinheiten. Sie ermöglicht eine vergleichende Steuerung wirtschaftlicher Teilbereiche innerhalb eines Unternehmens.

Definition

Die Profit-Center-Rechnung ist ein arbeitsrechtlicher Begriff und bezeichnet ein internes betriebswirtschaftliches Instrument. Sie dient zur periodischen Ermittlung des Ergebnisses abgegrenzter Unternehmenseinheiten.

Umsatzerlöse und verursachungsgerechte Kosten werden einer organisatorisch definierten Einheit zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt unabhängig von rechtlicher Selbstständigkeit oder eigener Vermögenszuordnung der Einheit.

Die Profit-Center-Rechnung liegt vor, wenn Erträge und Aufwendungen einer Einheit rechnerisch vollständig erfasst sind. Sie setzt eine unternehmensinterne Festlegung von Leistungsbeziehungen und Verrechnungspreisen voraus.

Regelmäßig basiert sie auf der Differenz zwischen zurechenbaren Erlösen und zurechenbaren Kosten. Gesetzliche Regelungen bestehen nicht, insbesondere ist sie nicht im Handelsgesetzbuch (HGB) normiert.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung der Profit-Center-Rechnung besteht nicht. Sie ist von der Kostenstellenrechnung abzugrenzen, da sie auf Ergebnisverantwortung und nicht nur Kostenkontrolle gerichtet ist.

In der betrieblichen Praxis wird die Profit-Center-Rechnung zur internen Steuerung und zum Controlling organisatorischer Teilbereiche eingesetzt.